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Übersicht

Filmmusicals "Gershwin und Co"

1. Ein Amerikaner in Paris

Erscheinungsjahr 1951

Regisseur: Vincente Minelli

Darsteller: Gene Kelly (Jerry Mulligan), Leslie Caron ( Lise Bouvier), Oscar Levant (Adam Cook), Georges Guétary (Henri Baurel), Nina Foch (Milo Roberts)

Musik und Liedtexte: George/Ira Gershwin

Vorbemerkung:

Der Film basiert auf der gleichnamigen Tondichtung von George Gershwin, die 1928 in New York aufgeführt wurde.  "Ein Amerikaner in Paris" ist eine Skizze der Rush Hour auf der Champs Elysees, mit Motordröhnen und quäkenden Hupen: "Es ist meine Absicht, die Eindrücke eines amerikanischen Reisenden wiederzugeben, der durch Paris schlendert, den Straßenlärm hört und die französische Atmosphäre in sich aufnimmt", so der Komponist über sein Werk. Als Tourist verbrachte  Gershwin zwei Monate in Paris. Er saß rauchend in Cafés, saugte die Atmosphäre am Montmartre in sich auf, bestaunte den imposanten Eiffelturm. Das Stück ist trotzdem mehr als ein klingender Reiseführer: Es erzählt von Gershwins Heimweh nach New York.

Amerikanische Rhythmen und Melodien ziehen sich wie ein roter Faden durch das Werk: Ein Ragtime porträtiert den Amerikaner. Ein Blues im Mittelteil steht im buchstäblichen Sinne für den Blues, den Gershwin in Paris hat. Aber zum Glück trifft der Amerikaner auf einen Leidensgenossen und Landsmann.

Posthum erhielt Gershwin 1952 einen Oscar für die Musik im Musical-Film "Ein Amerikaner in Paris".

Filminhalt:

Der amerikanische Maler Jerry Mulligan (Gene Kelly) verliebt sich im Paris der frühen Nachkriegsjahre des 2. Weltkrieges in die junge Verkäuferin Lise (Leslie Caron). Die erwidert seine Gefühle, ist aber bereits mit dem bekannten Sänger Henri (Georges Guétary ) verlobt. Alles steuert auf ein tragisches Ende hin, doch auf einem großen Kostümfest nimmt das Schicksal der drei eine überraschende Wende. "Ein Amerikaner in Paris" ist eines der schönsten und erfolgreichsten Musicals der Filmgeschichte. In der Hauptrolle ein sensationeller Gene Kelly, ganz und gar in seinem Element: Sein grenzenloser Perfektionismus bei der Ausarbeitung der Tanzszenen wurde 1951 mit einem Oscar belohnt. Insgesamt erhielt der Film sechs Oscars.

Ein Feuerwerk an bekannten Musical-Melodien erklingt im Film:

So u.a.:

Nice Work if You Can Get It,  Embraceable You,  I Got Rhythm,  But Not For Me,  Someone To Watch Over Me,  Love Is Here To Stay, I'll Build A Stairway To Paradise,  Love Walked In,  Concerto in F,  S'Wonderful,  Oh, Lady Be Good , A Foggy Day.

 

 

 

2.  Funny Face (deutsch: „Ein süßer Fratz“ bzw. auch „Das rosarote Mannequin“)

Erscheinungsjahr 1957

Regisseur: Stanley Donen

Darsteller: Fread Astaire, Audrey Hepburn, Kay Thompson, Michel Auclair, Dovima

Musik und Liedtexte: George und Ira Gershwin

Vorbemerkung:

Mit dem Thema „Paris“ verbinden sich eine Reihe von Mythen. Liebe, Kunst, Nachtleben, grenzenlose Freiheit, Savoir-Vivre, Künstlertum, Champs-Elysee, Montmartre, Pigalle, Eiffel-Turm usw. Das Objekt „Paris“ ist mit Lebenslust, Sinnlichkeit und Romantik besetzt. Fred Astaire und Audrey Hepburn treffen dort aufeinander. Ihre einzige Zusammenarbeit verbindet ihren Starruhm und die Lieder von George und Ira Gershwin zu einem romantischen, wunderschönen Musical. Dieses bezaubernde Feuerwerk – gefilmt an Originalschauplätzen  in Paris – erhielt vier Oscar-Nominierungen.

Filminhalt: (Quelle: dt. Wikipedia)

Die erfolgreiche Maggie Prescott (Kay Thompson) , Herausgeberin des US-Mode-Magazins Quality, ist nicht oft mit den Ideen ihrer eigenen Mitarbeiter zufrieden. So kommt ihr zuerst der Gedanke, Pink zur neuen Modefarbe auszurufen), und dann die Idee, ein neues Supermodel, die „Quality-Frau“, aufzubauen, das vom berühmtesten Pariser Couturier exklusiv für ihre Zeitschrift ausgestattet werden soll. Diese Frau soll alle Ideale der modernen Frau Amerikas besitzen und somit die Zeitung und Maggie Prescott verkörpern.

Mit ihrem Fotografen Dick Avery (Fred Astaire) und dem Model Marion (Dovima) begibt sie sich nach Greenwich Village, in der Hoffnung, dort in einem intellektuellen, existentialistischen Buchladen vor ungewohnter Kulisse die idealen Bilder machen zu können. Bei diesem Fotoshooting entdeckt Fotograf Avery die unscheinbare Buchhändlerin Jo Stockton (Audrey Hepburn), die seiner Meinung nach die neue „Quality-Frau“ werden soll. Allerdings muss er erst Miss Prescott und anschließend Jo Stockton davon überzeugen. Mit einem Trick gelingt es ihm: Obwohl Jo Stockton das Modewesen prinzipiell ablehnt, kann er sie überzeugen, da die Aufnahmen in Paris gemacht werden sollen, wo ihr großes Idol, der Begründer des „Empathikalismus“, Professor Emile Flostre (Michel Auclair), lebt und lehrt. Der Empathikalismus ist eine parodistische Anspielung auf den Existenzialismus.

Jo Stockton, eine überzeugte Empathikalistin, sieht in dieser Paris-Reise die Chance, den Professor persönlich kennenzulernen. Als sich dann jedoch in Paris herausstellt, dass Professor Flostre mehr an ihrem Körper als an ihrem Geist interessiert ist, verliebt sie sich in den Fotografen Dick, der ihr bereits zuvor den Hof machte. Zunächst noch hin- und hergerissen zwischen ihrer Welt der „Empathie“ und der Welt der Mode, entscheidet sich Jo schließlich für ein Leben als Model, das mit durchschlagendem Erfolg beginnt, und für die Liebe zu Dick.

 

 

 

3. Rhapsody in Blue  (deutscher Filmtitel: "Rhapsodie in Blau")

Erscheinungsjahr 1945

Regisseur: Irving Rapper

Darsteller: Robert Alda, Joan Leslie, Alexis Smith, Charles Coburn, Albert Bassermann, Al Jolson, Paul Whiteman, Oscar Levant etc.

Filminhalt

Die Brüder George und Ira Gershwin wachsen an der Lower East Side in New York auf. Ihre Mutter Rose hat genügend Geld gespart, um ein Piano zu kaufen, damit der ältere, Ira, Klavierstunden nehmen kann. Doch George hat das größere  musikalisches Talent. U.a. wird er von Professor Frank unterrichtet, der sein Mentor und väterlicher Freund wird.

George nimmt eine Stelle als Pianist an einem Vaudeville-Theater an, danach in einem Musikverlag als Notenverkäufer. Doch sein großer Traum ist das Komponieren. Als eines Tages die Sängerin Julie Adams den Laden betritt, spielt George eine seiner eigenen Kompositionen, „Swanee“, für sie. Doch als sein Chef hört, dass er während seiner Arbeitszeit eigene Werke spielt, feuert er ihn. Doch Glück im Unglück. Nach seiner Entlassung bekommt einen Zwei-Jahres-Vertrag beim Musikverlag Harms. Direktor Max Dreyfus verkauft “Swanee“ an den Minstrel-Sänger Al Jolson, der damit einen Millionen-Hit landet.

Professor Frank warnt George davor, sein Talent in Mainstreammusik zu verschwenden. Nach schwierigen Anfangsjahren gelingt ihm 1921 mit „Scandals of 1921“ dann der Durchbruch. Zusammen mit seinem Bruder Ira, der sich als Texter hervortut, komponiert George eine Reihe von Hits. Mit Blue Monday Blues, das von Spirituals und Blues beeinflusst ist, löst er Kontroversen aus. Der Dirigent Paul Whiteman bittet ihn, ein Blues-Stück für ein Jazzkonzert zu schreiben. Das Ergebnis ist „Rhapsody in Blue“.

In Folge komponiert  Gershwin  ca. vierhundert Lieder für zwanzig Musicals, schreibt zwei  Opern (Blue Monday, Porgy und Bess) und klassische Konzertwerke (u.a. Concerto in F, Rhapsody in Blue, Three Preludes). Bis heute sind etwa zweihundert Filme gedreht worden, die Musik von George Gershwin nutzen.

Das Bio-Pic Film enthält ein wunderbares Medley an Gershwin-Melodien. Das Leben von Gershwin ist hollywoodmäßig dargestellt. Mit der Realität des Lebens von Gershwin  nimmt es der Film nicht allzu genau. Er ist  aber ein gutes Zeitdokument am Ende des zweiten Weltkrieges.

Der Film läuft im Original mit neuen, deutschen Untertiteln.

4. La La Land

Erscheinungsjahr 2014

Regie und Drehbuch: Damien Chazelle

Darsteller: Ryan Gosling, Emma Stone, John Legend, Rosemarie DeWitt, J.K. Simons

 Musik: Justin Hurwitz

 Vorbemerkungen:

Damien Chazelle, der 2009 schon das Jazz-Musical „Guy and Madeline on a Park Bench“ inszeniert hat und dafür von den Film-Journalisten hoch gelobt wurde, drehte drehte als zweiten Film 2013  das Jazz-Epos  „Whiplash“ (engl. für Schleudertrauma, Peitschenhieb) als 10-minütigen Feature-Film. Whiplash gewann den Kurzfilm-Preis des Sundace- Film-Festivals.  Mit den Mitteln dieses Film-Festival-Erfolges entstand dann ein 90-minütiger Lang-Film.

Dieser Film wurde 2014 für fünf Oscars nominiert. Er gewann drei Oscars, den Preis für den besten Nebendarsteller (J.K. Simmons), den Preis für besten Ton und Schnitt. Whiplash erhielt bisher (August 2015) insgesamt über 100 Nominierungen für Film- und Kritikerpreise, wovon er 41 gewinnen konnte. Nach diesem Riesen-Erfolg standen Chazelle alle Türen in Hollywood offen.

Der nächste Film von Chazelle erschien 2016 mit dem Titel „La La Land“, der auf den Spitznamen von Los Angeles verweist. Der Film gewann über 200 Auszeichnungen und erhielt sechs Oscars. Er gilt als einer der erfolgreichsten Film-Musicals. Damie Chazelle gilt als der nächste Regie-Star im Filmgeschäft.

 

Filminhalt:

In La La Land (Los Angeles) leben Mia (Emma Stone) und Sebastian (Ryan Gosling). Sie ist angehende Schauspielerin, schleppt sich aber nur von einem Casting zum nächsten. Sie ist zwar angekommen in den Filmstudios, aber darf nur als Bedienung hinter der Theke für Film-Crews arbeiten. Sebastian  dagegen ist ein exzellenter Jazzpianist, der Erfolg haben könnte, wenn er sich dem Kommerz unterordnen würde. Aber er ist ein Romantiker, Nostalgiker und träumt von den alten Zeiten, die er noch nicht einmal zum Preis des Ruhms verkaufen möchte.

Natürlich kreuzen sich die Wege von Mia und Sebastian, immerhin, es ist ein Liebesfilm. Aber bevor es funkt, knallt und die bunten Lichter angehen, dauert es noch etwas. Was sich liebt, das neckt sich, so auch hier. Dadurch kitzelt Chazelle nicht nur die Erwartungshaltung und Vorfreude der Zuschauer auf den ersten Kuss dieses Traumpaares, sondern gibt den Figuren und ihren Darstellern Zeit und Raum, um sich zu entfalten. Dann kommt es zum bitter süßen Happy-End. 

Die Geschichte ist einfach packend. Die ganze Machart des Filmes ist gelungen.  Vor allem alte Filmklassiker dienen als Vorlage („Shall we dance“ (1937), „Broadway melody of 1940“ (1940), „On the town“ (1949), „An American in Paris“ (1951), „Singin‘ in the rain“ (1952), „The band wagon“ (1953), „Funny Face“ (1957), „West Side Story“ (1961), „Les parapluis de Cherbourg“ (1964), „Les demoiselles de Rechefort“ (1967), „Sweet Charity“ (1969), „Grease“ (1978)), aber auch moderne Musicalvertreter bekommen ihre Hommage („Boogie Nights“ (1997), „Moulin Rouge!“ (2001)), ebenso wie das Hollywood-Liebesdrama schlechthin (“Casablanca” (1942)). Eine romantische Komödie, Musical, Drama – und noch viel mehr.  

Wir empfehlen:

Sehen Sie sich  gemeinsam mit Ihrem Liebsten/ Ihrer Liebsten diesen Film  in der Kinowerkstatt an.  Und es geht Ihnen gut!

 

 

 

5. Judy

Erscheinungsjahr 2019

Regisseur: Rupert Goold

Darsteller: Renée Zellweger, Finn Wittrock, Rufus Sewell, Michael Gambon, Darci Shaw, Bella Ramsey, Lewin Lloyd

Ende 1968 in New York: Mit Judy Garlands (Renée Zellweger) Karriere geht es stetig bergab. In Hotels wird sie ausquartiert, da sie die Rechnungen nicht mehr zahlen kann. Filmrollen bekommt der einstige Superstar schon lange nicht mehr angeboten. Das US-Publikum will sie offenbar nicht einmal mehr bei Live-Auftritten mit Gesang und Tanz in Bars sehen. Kein Wunder, dass sie sich scheinbar unaufhaltsam auf eine persönlichen Pleite hinbewegt. Und dann weitere persönliche Rückschläge. Ihr  Ex-Mann Sidney (Rufus Sewell) will ihr  das Sorgerecht für die gemeinsamen Kinder Lorna (Bella Ramsey) und Joey (Lewin Lloyd) streitig machen. Da offeriert Clubbesitzer Bernard Delfont (Michael Gambon) ihr ein fünfwöchiges Gastspiel in seinem Club  in London. Obwohl sie den Gedanken, für so lange Zeit von ihren Kindern getrennt zu sein, kaum erträgt, bleibt Garland keine andere Wahl als anzunehmen. Denn ohne die Gage würde sie die Kinder wohl komplett verlieren.

Regisseur Rupert Goold hingegen zeigt uns Judy Garland hauptsächlich am Ende ihrer Tage – eine Zeit, in der sie längst ein körperliches und vor allem psychisches Wrack war. Öfters wechselt der Film auch zu Judys verkorkster Jugend, die von extrem viel Arbeit und dem aufgezwungenen Gebrauch von Aufputschmitteln/Schlafmitteln und den Missbrauch von  Appetitzüglern zeigt.  Dazu bringt Goold zwischendrin jedoch auch immer wieder Rückblicke, die beispielhaft belegen, wie Garland als junge Schauspielerin vom herrischen  Hollywood-Produzenten Louis B. Mayer (Metro-Goldwyn-Mayer) gnadenlos ausgebeutet und unter seelischen wie körperlichen Druck gesetzt wurde.

Rupert Goold und das auf dem Bühnenmusical „End Of The Rainbow“ basierende Drehbuch von Tom Edge („Strike“) versuchen, die vielen düsteren Momente der tabletten- und alkoholabhängigen sowie von einem üblen Kerl  von neuem Liebhaber (Finn Wittrock, „La La Land“) umgebenen Garland mit wunderbar swingenden Songs abzufedern. Die Auftritte in der britischen Hauptstadt sind von Kameramann Ole Bratt Birkeland („Ghost Stories“) wunderbar dynamisch ins Bild gesetzt und Renée Zellweger läuft zu absoluter Höchstform auf. Die Schauspielerin ist klar das Beste an „Judy“. Wenn sie mit den typischen, nahezu perfekt getroffenen Garland-Manierismen auf die Bühne steigt und ihre Stimme etwa zum Finale mit „Somewhere Over The Rainbow“ erhebt, vergisst der Zuschauer augenblicklich den „Bridget Jones“-Star. Er sieht und hört nur noch Judy, die  noch einmal erfolgreich auf der Bühne zurückkommt und sich die Seele aus dem Leib singt.

Renée Zellweger erhielt 2020 einen Oscar für ihre Performance in Judy.

 

 

 

 

Filmplakate, Lobbyfotos, Münzen, Briefmarken zum Thema Gershwin (Quelle:Privatsammlung Klaus Huckert)

 

George Gershwin 1925 alsTitelgeschichte im "TIME-Magazine" nach dem Erfolg der "Rhapsody in Blue"

 

Ira und George Gershwin ca. 1934

 

 

Plakat "The shocking Miss Pilgrim" 1947 (Musik: George/Ira Gershwin)

 

 

 

Lobbyfotos zu "The Shocking Miss Pilgrim"

 

 

 

 

 

Lobbyfotos "Shocking Miss Pilgrim" Schwarz-Weiß

 

 

Lobbyfotos "Goldwyn Follies", 1938

 

 

Plakate und Lobbyfotos zu "Ein Amerikaner in Paris" 1951

 

 

 

Plakat und Lobbyfotos zu "Funny Face" 1957

 

 

 

 

 1945

 

 

 

Plakate, Lobbyfotos zu "Rhapsody in Blue" 1945

 

 

 

 

George Gershwin als Werbe-Ikone (Bild 1)

 

George Gershwin als Werbe-Ikone (Bild 2)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Plakat, Lobbyfoto  "Strike up the band", 1940

 

 

 

 

Filmplakate, Lobbyfotos zu "Porgy und Bess" 1959

 

 

 

 

Porgy und Bess, DDR 1965 (absolute Rarität, nur 2 bekannte Exemplare)

 

 

 

 

Filmplakat "Fantasia 2000" mit Animationsfilm "Rhapsody in Blue"

 

 

Lobbyfotos Animationsfilm "Rhapsody in Blue" in Fantasia 2000

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Plattencover im Stil von Al Hirschfeld

 

 

 

Kinowerkstatt St. Ingbert - Der spannendste Kinoort im Saarland!