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Kurzübersicht der geplanten Filme

 

DJANGO REINHARDT – EIN LEBEN FÜR DIE MUSIK

Regie: Etienne Comar, Frankreich 2017

 

Frankreich 1943, zur Zeit der deutschen Besatzung. Der begnadete Jazzgitarrist und –komponist Django Reinhardt ist auf dem Gipfel seines Erfolges. Abend für Abend spielt er in ausverkauften Sälen und begeistert die Zuhörer mit seinem Gypsy-Swing – einer Musik voller Lebenslust und Witz, der sich auch die Besatzer nicht entziehen können. Während viele andere Sinti in ganz Europa verfolgt und in Konzentrationslagern umgebracht werden, kann sich Django aufgrund seiner Popularität in Sicherheit wiegen. Bis ihn Vertreter des NS-Propagandaapparats auffordern, auf Tournee nach Deutschland zu gehen, um gegen die US-amerikanische „Negermusik“ anzuspielen.

Eine Einführung in den Film gibt der saarländische Jazz-Gitarrist Heiner Franz. Vor und nach dem Film werden seltene Filmdokumente zu Django Reinhardt gezeigt. Diese Filmdokumente laufen mit einer deutschen Untertitelung. Eine Filmplakat-Ausstellung aus einer Privatsammlung  rundet die Vorführung ab.

 

 

 

ODDS AGAINST TOMORROW (dt. Wenig Chancen für Morgen)

Regie: Robert Wise, USA 1959

 

Um seinen Ruhestand angemessen finanzieren zu können, plant der unehrenhaft aus dem Dienst entlassene New Yorker Polizist Dave Burke einen Bankraub in einem nahegelegenen Provinzstädtchen. Da er seinen Plan allein nicht umsetzen kann, versucht er, zwei Komplizen dafür zu gewinnen: den rassistischen Ex-Sträfling Earl Slater, der wegen Totschlags im Gefängnis war, und den jungen puerto-ricanischen Jazzmusiker Johnny Ingram (Harry Belafonte), der sich bei Pferdewetten hoch verschuldet hat. Und das Verderben nimmt seinen Lauf.

Der exzellente Jazzscore von John Lewis (Modern Jazz Quartet) unterstreicht die düstere Stimmung dieses Nachzüglers des Film noir. »Skating in Central Park« wurde zum Hit des Modern Jazz Quartet und ein fester Bestandteil ihres Repertoires.

Da für diesen Film keine deutsche Synchronisation vorliegt, wurde der Film von Herrn Huckert untertitelt. Im Vorfilmprogramm laufen Konzertaufnahmen des Modern Jazz-Quartet aus den fünfziger/sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Einführung zum Film kommt von Herrn Michael Jurich (ehemaliger Leiter des Filmhauses Saarbrücken).

 

Pete Kelly's Blues

Regie: Jack Webb, USA 1955

 

Der Jazzkornettist Pete Kelly arbeitet während der Prohibitionszeit in den USA 1927 in Kansas City mit seiner siebenköpfigen Band in einem sogenannten Speak-Easy (illegale Schnapskneipe). Der Ganove McCrag, der u.a. als Musikmanager arbeitet, will Pate/Agent der Band werden. Er fordert von der Band 25 Prozent Provision für Auftritte. Ein Kampf auf Leben und Tod entspinnt sich den Musikern und dem Gangster.

Im Film ist wunderbarer Jazz im Stil der 20er/30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts integriert. Das Titelthema des Filmes stammt von Ray Heindorf, der Text von Sam Cahn. Peggy Lee und Ella Fitzgerald brillieren musikalisch. Peggy Lee wurde aufgrund ihrer Leistung im Film für einen Oscar nominiert.

Das Vorfilm-Programm beinhaltet Konzertaufnahmen von Ella Fitzgerald und Peggy Lee. Die Einführung zu diesem Filmen gibt Prof. Dr. Klaus Huckert .

 

Tschäss

Regie: Daniel Helfer, Deutschland/Schweiz/Österreich 1997

 

 

Zürich 1957. Die Geschichte einiger Jugendlicher, die in den späten 50iger Jahren in einer Arbeitergegend in Zürich aufwachsen. Das "Verzichten und Sparen" ihrer Erzieher liegt nicht auf ihrer Wellenlänge. Viel verlockender finden sie das, was sich im neueröffneten Jazzkeller tut. Dort unten ist, was oben nicht sein darf: spontane Lebenslust. Der Jazz elektrisiert sie alle. Miles Davis ist ihr großes Vorbild. Vom Jazzvirus infiziert, beschließen die Jugendlichen eine eigene Jazzband zu gründen, deren Ziel es ist, irgendwann im Mekka des europäischen Jazz aufzutreten: Paris. Und dann sind da noch die Mädchen...

Tschäss (Schweizerdeutsch für Jazz) ist ein fast vergessenes Juwel der Filmgeschichte des Jazz. Der Film lief erstmalig beim Max-Ophüls-Festival 1987 in Saarbrücken.  Der Regisseur Daniel Helfer ist  in Saarbrücken geboren. Er arbeitet  heute als erfolgreicher Actionfilm-Regisseur. Erstmals ist dieser Titel mit hochdeutschen Untertiteln versehen. Eine Einführung gibt Prof. Dr. K. Huckert .

Im Vorfilmprogramm laufen Animationsfilme mit Jazzbezug.

 

Orchestra Wives

Regie: Archie Mayo, USA 1942

Das Gene Morrison-Swing-Orchester (Glenn Miller-Band) macht Schallplattenaufnahmen und probt im Studio. Zu den Klängen von „Chattanooga Choo Choo“ findet ein Soundcheck statt. Danach beginnt eine Schallplattenaufnahme mit dem Orchester und der Gesangsgruppe „The Modernaires“ mit dem Titel „People like you and me“. Da platzt „eine Bombe“. Das Orchester soll eine ausgedehnte Tour durch die USA machen. Ständige Reisen, wechselnde Hotels, nächtliches Essen in chinesischen Restaurants, Stress, Zickereien und Desorientiertheit durch häufige Ortswechsel gehören zum gehassten Alltag einer Tournee. Verwicklungen, Intrigen und Romanzen bestimmen den Film.

Der wirkliche Star in diesem Film ist die Musik von Glenn Miller, die Handlung des Filmes ist fast nebensächlich.  Glenn Miller schloss 1941 – auf dem Höhepunkt seiner Karriere – mit 20th Century Fox einen Vertrag über zwei Filme ab. Vor allen der Song "Chattanooga Choo Choo" aus „Sun Valley Serenade“ steigerte den Bekanntheitsgrad der Band. 1942 wurde dann „Orchestra Wives“ gedreht.Die Band war dieses Mal mit schauspielerischen Rollen in den Film integriert, während sie in „Sun Valley Serenade“ nur schmückendes Beiwerk war. Der Song  „I’ve Got a Gal in Kalamazoo“ wurde 1942 für den Oscar in der Kategorie Bester Song nominiert, verloren aber gegen Irving Berlins Klassiker „White Christmas“.

Die saarländische Formation HOT House präsentiert vor dem Film Swing-Jazz.

Die deutsche Synchronisation zu diesem Film existiert nicht mehr. Der Film wird mit deutschen Untertiteln von Herrn Huckert nach 70 Jahren Vergessens wieder erstmals in Deutschland aufgeführt. Die Einführung zum Film übernimmt Wolfgang Kraus von der Kinowerkstatt St. Ingbert.

 

Kinowerkstatt St. Ingbert - Der spannendste Kinoort im Saarland!